Ratsapotheke

Die Anfänge der Ratsapotheke lassen sich auch heute noch verfolgen. Albrecht der V. von Brandenburg, auch bedeutender Förderer von Wissenschaft und Kunst, ist der Stifter. Im Gegensatz zu anderen von ihm erteilten Privilegien, verleiht die am 6. Juni 1538 auf der Moritzburg in Halle unterzeichnete Urkunde nicht einem einzelnen Apotheker, sondern dem Domkapitel und dem Stadtrat das Recht zum Betriebe einer neuen Apotheke. Die Apotheke wurde von Stadt und Domkapitel gemeinsam verpachtet. Seit dieser Zeit sind 26 Apotheker nachweisbar. Einer war von 1798 bis 1827 J.G. Geßner, der Pionier der deutschen Zuckerindustrie. Diese bestehende „Doppelherrschaft“ brachte natürlich große Probleme und Diskrepanzen. Erst mit dem Verkauf ihrer Anteile 1695 an die Stadt gab es nur noch einen alleinigen Besitzer.

Seit ihrer Gründung befand sie sich in dem „neben der Schmiedegilde Hauße“ befindlichen Grundstück am Holzmarkt.

1945 ging die Ratsaoptheke im Bombenhagel unter.