Bischof Burchard II. (Buko)

Burchard von Veltheim (* um 1028; † 7. April 1088 im Kloster Ilsenburg; auch: Bucco, Buko etc.) war ein deutscher Kleriker und als Burchard II. Bischof von Halberstadt.

Buko wurde 1057 Propst des Stifts „St. Simon und Juda“ in Goslar. 1059 atrat er die Nachfolge von  Burchard I. von Halberstadt und wurde zum Bischof des Bistums Halberstadt geweiht. 1062 reiste Burchard nach Rom. Dort erhielt er das Pallium von Papst Gregor VII. weil er diesem bei der Papstwahl nach Kräften unterstützte.

Nach einigen Kreuzzügen gründete Buko, jetzt Burchard II., das Kloster Huysburg und 1071 das Kanonikerstift St. Paul in Halberstadt. Den nach dem großen Brand restaurierten Dom weihte er außerdem ein. Dabei war auch der König Heinrich IV. zugegen. 2 Jahre später wurde er zum Gegner des Königs, der ihn nach der Schlacht von Homburg 1075 gefangen nahm. Er sollte nach Ungarn verbannt werden, konnte aber fliehen, in Richtung Halberstadt.

Durch seine offene Feindschaft zu Heinrich IV.  war er 1088 in Auseinandersetzung mit dem Markgrafen Ekbert von Meißen verwickelt, der das halberstädtische Gebiet verwüstete. Burchard suchte Unterstützung bei anderen sächsischen Fürsten. Am 6. April 1088 traf er in Goslar mit Verbündeten zusammen und wurde durch einen Spieß in die Brust schwer verwundet.. Der Bischof wurde am gleichen Tage bei einem Aufruhr in Goslar durch einen Spieß, der seine Brust durchbohrte, schwer verwundet. Obwohl seine Anhänger ihn noch nach Ilsenburg bringen konnten, verstarb er dort  am 7. April 1088 wurde in der Klosterkirche beerdigt.

Burchard soll angeblich sehr kinderfreundlich gewesen sein, so wurde es im Volk erzählt. Es entstand ein Wiegenlied, das es heute in vielen Variationen gibt. Es lautet:

Buko von Halberstadt,
bring unserm Kindken wat!
Wat soll ick ihm denn bringen?
Rote Schuh mit Ringen,
Zucker, Rosinen und Mandelkern,
dat eßt unser Kindken gern.
Eia popeia!